Potsdam kann Fashion Week

Seit 10 Jahren wohne ich nun in Potsdam und ich habe diese Stadt fest in mein Herz geschlossen. Zur Fashion Week bin ich jahrelang „fremdgegangen“. Denn die Modewoche fand nun mal in Berlin-Mitte statt.
Zum ersten Mal fand nun an 3 Tagen in Potsdam ein eigenes Modespektakel in der Schinkelhalle statt. Darauf war ich natürlich sehr neugierig. Kann es Potsdam mit Berlin aufnehmen?

Das Programm hörte sich gleich vielversprechend an. Internationale Designer aus Israel, große deutsche Talente wie Julia Starp, bekannte Labels wie Stefanel und lokale Designer wie Marco Macu und Christin Lau stellten ihre Kollektionen vor.

Da ich besonders neugierig auf die Potsdamer Designer war, habe ich mir den letzten Tag der Schauen ausgesucht, um mir ein Bild zu machen. Den Auftakt machte Marco Macu.
Der Potsdamer Designer zeigte seine aktuelle Couture-Kollektion. Er stellte edle Abendgarderobe mit floralem Design und traumhaft schöne Brautmode vor.  Genau das Richtige für einen großen Auftritt.

Wer sich in der Pause stärken wollte, konnte sich eine Currywurst kaufen (Currywurst geht immer) oder Äpfel am Promotion-Stand probieren. Die Atmosphäre war entspannt und die Zeit bis zur nächsten Schau verging sehr schenll.

Christin Lau, die in Potsdam lebt und arbeitet, zeigte das ganze Kontrastprogramm zu Marco Macu. Alltagstaugliche Business-Mode in schwarz, weiß und grau. Absolut tragbar.

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Anschließend präsentierte Merch Mashiah aus Israel seine Kollektion. Der sehbehinderte Designer hat ein sicheres Gespür für Stoffe und Schnitte. Glamouröse Abendkleider für den Red Carpet.

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Natasha Pavluchenko zeigte in der Abschluss-Schau der Potsdam now eine femine Kollektion, in der schwarz dominiert. Figurbetonte Kleider, die die weibliche Silhouette betonen, konnten überzeugen. Mit einem traumhaft schönen Brautkleid endete die Show.

Unter großem Applaus ging die erste Ausgabe der Potsdam now zu Ende. Die Shows waren gut besucht. Das Publikum etwas schicker als in Berlin und vielleicht auch etwas älter. Das mag mit dem Eintrittspreis von 48 € pro Showabend zu tun haben, den sich sicherlich nicht jeder leisten kann und möchte.

Mein Fazit: Potsdam kann auch Fashion Week und braucht sich nicht hinter dem großen Bruder zu verstecken. Hoffen wir auf weitere Neuauflagen in der Schinkelhalle oder auch in der Orangerie. Ich müsste dann auch nicht mehr so oft „fremdgehen“.

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Veröffentlicht in Allgemein, Fashion

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