ESCAPE Berlin – Knast 13

Zum dritten Mal war ich heute bei Escape Berlin. Die bisherigen Live Escape Games, die ich dort mit Familie und Freunden gespielt habe, waren „Sherlock Holmes“ und „Big Bang Theory“.

Beide Spiele waren komplett unterschiedlich, so dass ich sehr neugierig war, was mich diesmal erwarten würde. Heute stand ein Gefängnisausbruch auf dem Programm.

„Knast 13“ heißt das neue Szenario. „Knast“ ist auch genau das richtige Wort, denn es handelt sich nicht um eine moderne Justizvollzugsanstalt, sondern um baufällige Zellen hinter Gittern, wie man es aus alten Filmen über Alcatraz kennt.


Der Ausbruch findet in zwei separaten Zellentrakten statt. Wir waren zu sechst und haben uns in 2 Teams aufgeteilt. Ideal wären 2 3er-Teams gewesen. Da wir aber mit 3 Erwachsenen und 3 Kindern da waren und alle 3 Kinder zusammen spielen wollten, jedoch eine erwachsene Person bei den Kindern sein sollte, haben wir uns 4:2 aufgeteilt. Bis zu 5 Personen können in einem Zellentrakt spielen, ansonsten wird es zu eng. Platzangst sollte man sowieso besser nicht haben, denn es kann schon vorkommen, dass man auch durch schmale Tunnel kriechen muss… Es ist ja schließlich kein Spaziergang, sondern ein Gefängnisausbruch. Man kann sich mit dem anderen Team durch die Gitter verständigen und gegenseitig Tipps geben. Wir wollten gemeinsam ausbrechen und haben uns daher immer wieder gegenseitig unterstützt. Es ist aber auch möglich, gegeneinander zu spielen und die wertvollen Hinweise nur für den eigenen Ausbruch zu nutzen.
Kooperation oder Wettbewerb – es ist eure Entscheidung. Wenn Ihr mit 6-10 Personen kommt, habt Ihr das ganze Szenario für euch. Seid Ihr nur zu viert oder fünft, spielt Ihr vielleicht gegen ein unbekanntes Team im anderen Zellentrakt.

Hinweise können überall sein. Alle Gegenstande müssen umgedreht, die Wände genau inspiziert und mögliche Kombinationen ausprobiert werden. Die Zeit läuft gnadenlos gegen die Insassen. Da kann es zwischendurch schon hektisch werden. Manches dient auch nur zur Ablenkung und führt in die Irre.
Wenn man den entscheidenden Hinweis übersieht oder falsch deutet, gibt es einen kleinen Tipp aus der Regie. Wichtig zu wissen: die ganze Zeit schaut jemand zu und greift ein, falls es nötig sein sollte. Für den Notfall gibt es einen Panikknopf. Dann öffnen sich die Türen sofort.

Mein 13-jähriger Sohn und seine beiden Freunde waren mit Feuereifer dabei und haben teilweise die Hinweise schneller gefunden als wir Erwachsenen. Beim Ausbruch-Finale wären wir ohne die Jungs möglicherweise sogar gescheitert. Mit dem Schlussgong ist uns sozusagen in letzter Minute der Ausbruch geglückt. Erleichterung und Euphorie, es geschafft zu haben. Wie müssen sich erst echte Ausbrecher fühlen?

Wir waren uns alle einig: „Das war cool!“ Für die anderen war es das erste Live Escape Game. Sie möchten die Erfahrung unbedingt wiederholen.
Mein Sohn und ich sind ja quasi alte Hasen. Für uns war es bestimmt auch nicht der letzte Escape Room. Tatsächlich hat uns „Knast 13“ noch ein bisschen besser gefallen als die anderen beiden Spiele. Vergleichen kann man sie ohnehin nicht. „Knast 13“ ist etwas sportlicher, aber absolut machbar, wenn man in einer normalen körperlichen Verfassung ist.

Berlin ist weit weg, aber Ihr seid neugierig geworden? Dann könnt Ihr euch hier über Escape Games in eurer Nähe erkundigen.

Mein Fazit: Wenn Ihr gerne spielt und einen Knastausbruch nicht nur im Fernsehen verfolgen wollt, sondern selbst mal in die Rolle eines Insassen schlüpfen wollt, wird euch „Knast 13“ bestimmt gut gefallen. Es ist auf jeden Fall eine ganz besondere Erfahrung.

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4 Kommentare zu “ESCAPE Berlin – Knast 13
  1. Simone sagt:

    Toll das du es nach draußen geschafft hast 😁 Das glaube ich, das es recht spannend und unterhaltsam war. Da hat sich sicher auch heraus kristallisiert wer von den Spielern Teamgeist hat. Danke für den tollen Bericht

  2. Silvia sagt:

    Hallo,
    Das hört sich ja spannend an! Wäre auch was für uns – hier in der Kleinstadt gibt es das aber natürlich nicht. Aber wir können vielleicht mal einen Ausflug machen. Danke für den Tipp! LG Silvia

  3. Andrea sagt:

    Ich hab sowas auch mal gemacht! Hat wirklich Spaß gemacht und dein Spiel klingt auch sehr aufregend.

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